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Elektrische Widerstandsmessung / VES in Bayreuth – Geoelektrische Erkundung für Ihren Baugrund

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Die DIN 18128 verlangt klare Aussagen zum Baugrund. In Bayreuth ist das keine Routine. Die Stadt liegt auf einem komplizierten Flickenteppich aus Keuper- und Lias-Schichten. Der Rote Main hat tiefe Täler in den Sandsteinkeuper geschnitten und die Hänge sind oft mit Fließerden bedeckt. Für uns im Labor bedeutet das: Jede Baustelle überrascht. Mit der Vertikalen Elektrischen Sondierung (VES) tasten wir den Untergrund ab, ohne ihn zu zerstören. Wir schicken Gleichstrom in den Boden und messen die Spannung an der Oberfläche. So sehen wir, wo der Sandstein ansteht, wo die Tonsteine beginnen und ob alte Flussbetten unter der geplanten Bodenplatte liegen. Gerade im Bahnhofsviertel oder in den Hanglagen von St. Georgen ist diese Vorinformation Gold wert, bevor der erste Bagger rollt. Ergänzend zur Sondierung setzen wir bei Bedarf die seismische Refraktion ein, um die Felsoberkante genauer zu kartieren.

Im Bayreuther Keupergebirge trennt die VES zuverlässig tragfähigen Sandstein von rutschgefährdetem Tonstein – ein entscheidender Vorteil vor der Bohrplanung.

Unser Ansatz

Vor zwei Jahren begleiteten wir ein Projekt nahe der Eremitage. Der Bauherr plante ein Mehrfamilienhaus. Das Bohrteam stieß auf wechselnde Schichten: harter Sandstein neben völlig zersetztem Ton. Mit der VES haben wir auf der ganzen Fläche Profile gelegt. Alle fünf Meter ein Messpunkt. Das Ergebnis war ein klares Bild einer alten Hangrutschung, die in den Akten nicht verzeichnet war. Der Statiker konnte die Gründung anpassen und das Gebäude auf intakten Fels setzen. So läuft das hier. Die VES liefert den spezifischen Widerstand in Ohm-Metern. Tonarmes Gestein zeigt Werte über 300 Ohm·m, wasserführende Tonlagen liegen oft unter 30 Ohm·m. Bei größeren Projekten kombinieren wir die Daten mit Ergebnissen aus der Korngrößenanalyse, um die geoelektrische Signatur eindeutig zuzuordnen. Das spart Zeit und unnötige Bohrungen.
Elektrische Widerstandsmessung / VES in Bayreuth – Geoelektrische Erkundung für Ihren Baugrund
Technisches Referenzbild — Bayreuth

Lokaler geotechnischer Kontext

Was wir in Bayreuth oft sehen: Planer verlassen sich auf alte geologische Karten und legen dann im Mergel eine Baugrube frei, die sofort voll Wasser läuft. Der Sandsteinkeuper ist tückisch. Er enthält oft schwebende Grundwasserstockwerke, die mit klassischen Bohrungen schwer zu fassen sind. Die VES zeigt diese Wasserwegsamkeiten als deutliche Tiefsprünge im Widerstandsprofil. Wenn Sie diese Informationen ignorieren, riskieren Sie aufwendige Wasserhaltungen, die das Budget sprengen. Oder schlimmer: eine ungleichmäßige Setzung der Bodenplatte, weil die Tonlinsen unter der Last nachgeben. Die geoelektrische Sondierung ist Ihre erste Verteidigungslinie gegen solche Überraschungen. Ein Profil entlang der Bauwerksachse und zwei Querprofile – mehr braucht es oft nicht, um die kritischen Stellen zu finden.

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Typische Werte

ParameterTypischer Wert
MessverfahrenSchlumberger-Anordnung, Wenner-Anordnung
Maximale Eindringtiefeca. 50 m (abhängig von Schichtwiderstand)
Messbereich0.1 Ω·m bis 10 000 Ω·m
Normative GrundlageDIN 18128, DIN EN ISO 22475-1
AuflösungSchichtmächtigkeiten ab ca. 0.5 m erfassbar
Datenauswertung1D-Inversion, 2D-Pseudoschnitt
Typische AnwendungFelsoberkante, Grundwasserleiter, Tonlinsen

Verwandte Dienstleistungen

01

VES-Messkampagne

Aufnahme von Geoelektrik-Profilen mit bis zu 48 Elektroden. Inklusive Inversionsrechnung und Erstellung von Widerstandsmodellen für den Bayreuther Baugrund.

02

Hydrogeologische Interpretation

Auswertung der Profile auf Grundwasserleiter und Schichtwasserhorizonte. Besonders wichtig in den Talfüllungen des Roten Mains und der Mistel.

03

Kombinierte Baugrunderkundung

Verzahnung der VES-Ergebnisse mit SPT-Bohrungen und Rammsondierungen. Wir liefern ein konsistentes Baugrundmodell für Ihre Statiker.

Normativer Rahmen

DIN 18128:2014 (Baugrund – Versuche und Versuchsgeräte – Geoelektrische Sondierung), DIN EN ISO 22475-1:2016 (Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Probenentnahmeverfahren und Grundwassermessungen), DIN 4020:2010 (Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke)

Fragen und Antworten

Was kostet eine VES-Messung in Bayreuth?

Für ein Standardprofil mit 200 m Auslage und 48 Messpunkten liegen Sie in Bayreuth zwischen €620 und €810. Darin enthalten sind die Feldarbeit, die Datenauswertung und ein schriftlicher Bericht mit Widerstandsprofilen.

Bis in welche Tiefe kann die VES den Boden erkunden?

Das hängt vom Untergrund ab. Im Bayreuther Keuper erreichen wir mit der Schlumberger-Anordnung meist 30 bis 50 Meter. Bei sehr niederohmigen Tonen begrenzt der Stromfluss die Tiefe. Bei hochohmigem Sandstein geht es tiefer.

Stört die VES bestehende Leitungen oder Kabel?

Wir koppeln Gleichstrom mit geringer Spannung ein. Das beeinflusst keine Strom- oder Datenleitungen. Trotzdem checken wir vor jeder Messung die Spartenpläne der Stadt Bayreuth, um die Elektroden sicher zu setzen.

Welche Normen wenden Sie bei der Auswertung an?

Wir arbeiten strikt nach DIN 18128 für die Feldmessung und nach DIN EN ISO 22475-1 für die geotechnische Klassifikation. Die Ergebnisse sind damit belastbar für Standsicherheitsnachweise nach EC 7.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Bayreuth und seinem Großraum.

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