In Bayreuth, auf 340 Metern über dem Meeresspiegel gelegen, entscheidet oft die verborgene Geologie unter dem Roten Main über Bauzeit und Kosten. Verwitterte Keuper- und Buntsandsteinschichten wechseln sich hier kleinräumig ab – ein Risiko für jede Gründung. Wir kartieren diese Wechsel mit seismischer Tomographie. Statt punktueller Aufschlüsse liefern wir ein durchgängiges 2D-Profil des Untergrunds. Schichtgrenzen, Verwitterungszonen, Rissbereiche – sichtbar gemacht durch Laufzeitunterschiede seismischer Wellen. Unsere Messungen in Bayreuth zeigen immer wieder: Der Fels steht selten dort, wo man ihn erwartet. Die seismische Tomographie deckt das auf, bevor der Bagger steht. Das spart knappe Bauzeit und verhindert teure Nachträge. Für die Stadt der Festspiele arbeiten wir mit derselben Präzision, die auch Wagner von seinem Orchester verlangte.
Wir ersetzen Rätselraten durch ein belastbares Geschwindigkeitsmodell des Untergrunds – meterweise aufgelöst, messbar und prüfbar.
